Prolog

Ich gebe es ja zu. Ich habe mir sogar schon Schuhe gekauft. Für meine Zukunft. Für mein zukünftiges, selbstbewusstes, erwachsenes Ich. 15 3/4 zu sein fühlt sich in vielen Hinsichten einfach nur, ich kann es nicht treffender ausdrücken, beschissen an. Falls es noch nicht bei euch angekommen ist, die amerikanischen Teeniefilme sind einfach nur eine Verherrlichung für eine Zeit, in der man keine Ahnung hat, wer man ist. Ohne Coolness, Freiheit und Entdeckung des Lebens. Da macht man total "schöne" Fotos, über die man Jahre später lachen muss. Und glaubt mir, diese Überlegung ist nur eine von vielen, die mich noch mehr demotivieren. Ich würde sogar sagen, dass es heutzutage fast schon unfair ist, nach Perfektion zu streben. Vor 10 Jahren dachte ich noch, warum Barbies so eine komische Lücke zwischen ihren Beinen haben. Heute weiss ich, dass das Thigh Gap heisst. Und dass das "sexy" ist. Die Schule stresst meine Generation verdammt. In Allem muss man gut sein, und sonst nimmt man halt Nachhilfe. Ist doch egal ob man das Geld dafür hat oder nicht. Ist doch egal, dass es uns nur noch mehr Freizeit stiehlt. Leistung, Leistung, Leistung. Es ist unsere Gesellschaft, die mir Angst macht. Die mir selber Angst einredet. Ich habe Angst davor, zu Schwimmen. Unterzugehen. Mich zu blamieren. Ich komm damit nicht zurecht. Ist doch verdammt peinlich. Und echt jetzt. Niemand würde mir wirklich helfen wollen. Wir haben doch alle selbst schon genug Probleme. Uns fehlt es an Selbstvertrauen. Ich schreibe mein Tagebuch in der 3.Person. Ich = eine Heldin. Und warum? Weil ich eine Heldin brauche.

1.3.15 12:38

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